Berichte
Jugendtag NRW 2008
Sonntag, 22.06.2008 | TL / JOS / Jugend Online
Mit Gott zum Ziel! - Met God naar't Doel!
Erneut begaben sich Tausende von Jugendlichen auf die Reise. Das erste Ziel, um das es am 22. Juni geht, ist die König-Pilsener-Arena neben dem CentrO in Oberhausen und damit der Jugendtag 2008 für NRW.
Das Besondere in diesem Jahr: Der 51. Jugendtag wurde durch die Jugend aus den Niederlanden bereichert, die wie die Gäste Bezirksapostel Theodoor de Bruijn und Apostel Peter Kleene (beide Niederlande) sowie Bezirksapostel Michael Ehrich (Süddeutschland) nach Oberhausen eingeladen war.
Der Gottesdienst, geleitet von Bezirksapostel Armin Brinkmann, beginnt pünktlich um 10.00 Uhr mit dem Lied "Befiehl du deine Wege" (GB 146). Dieser Feierstunde liegt ein Bibelwort aus Richter 18,5 zugrunde, wo es heißt: "Sie sprachen zu ihm: Befrage doch Gott, dass wir erfahren, ob unser Weg, den wir gehen, auch zum Ziel führt."
Dem Textwort schließt sich das durch den Chor gesungene Lied "Dies ist der Tag, den der Herr macht" (CM 248) an.
Zu Beginn des Gottesdienstes grüßt Bezirksapostel Brinkmann alle Anwesenden vom Stammapostel, der im nicht sehr weit entfernten Rüsselsheim den Jugendtag Mitte (Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland) hält. Des Weiteren erwähnt er, dass neben den Jugendlichen, die wegen Krankheit oder anderen Gründen nicht am Jugendtag teilnehmen können, auch Jugendliche aus aller Welt per Internet-Live-Übertragung an den Gottesdienst angeschlossen sind.
Der Bezirksapostel erzählt, dass er - wie sicherlich viele andere Angereiste - auf dem Weg zur Arena an der Autobahn das Werbeschild eines Stromkonzerns mit der Aufschrift "Lekker Strom" gelesen hat, was nichts anderes als "guter Strom" bedeutet und er wünsche jedem Gottesdienstbesucher solch einen guten Strom auf Glaubensebene den ganzen Gottesdienst hindurch, dass dieser wie eine Art Funke auf die Herzen aller überspringt und sie erwärmt.
Er spricht davon, dass die komplizierte Welt der heutigen Zeit immer neue Einflüsse auf uns ausübt, wir aber trotz aller Einflüsse das Ziel nicht aus den Augen verlieren sollen. Es gibt viele Ziele. Auch schlechte, so der Bezirksapostel. Aber erfolgreiche Wege haben ein gutes Ziel. Ein Ziel zu haben, bedeutet Weisheit. Dazu gehört natürlich, dass man die Zusammenhänge des Lebens, auch im Glaubensleben, erkennen muss, um sich ein Ziel setzen zu können. Denn ein Leben ist nicht eindimensional. Neben dem Ziel müssen wir auch Prioritäten im Leben setzen, das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden lernen. Auch das ist Weisheit, sagt Bezirksapostel Brinkmann. Und wir sollen uns immer wieder Fragen stellen. Wie wir diese Fragen richtig stellen, formulierte er in drei Punkten:
Frage dich nicht "Ist Gott auf meiner Seite?", sondern "Bin ich auf Gottes Seite?"! Frage nicht "Vater, segnest du das, was ich tue?", sondern "Tue ich das, Vater, was du segnest?"! Und frage dich nicht "Was tut Gott für mich?", sondern "Was tue ich für Gott?"! Mit diesen Fragen werden wir erfolgreiche Wege gehen.
Der Bezirksapostel rät uns, unser Leben mit den Worten 'Mit Gott' zu überschreiben. "Mit Gott über Mauern springen", "Mit Gott Taten tun" - "Mit Gott zum Ziel" seien Leitsprüche für die nächste Zeit und für unser ganzes Leben.
Jesus habe einmal gesagt, er sei der Weg. Jesus ist der Geborene, der Gekreuzigte, der Auferstandene, der gen Himmel Gefahrene und der Wiederkommende. Wir sollen unseren Glauben an die Wiederkunft Christi stärken, denn das sei das letzte Merkmal Jesu, das sich erst noch erfüllen wird. Auch sollen wir die Gebote der Stunde halten, nicht nur die bekannten Zehn Gebote. Wir sollen in der Gemeinschaft, in der Nachfolge, in der Liebe, im Opfer - egal ob groß oder klein - und im Gebet bleiben. Und zwar in guten und in schlechten Zeiten. Dann werden wir mit Gott das Ziel erreichen!
Im Anschluss an Bezirksapostel Brinkmann darf Bezirksapostel Theodoor de Bruijn in niederländischer Sprache mitdienen. Sichtlich gerührt, ruft er die Jugendlichen dazu auf, sich in das Werk Gottes einzubringen. "Ein Funke reicht schon, um ein großes Feuer anzuzünden", so der Bezirksapostel. Die Jugend habe eine wunderbare Zukunft mit einem großen Ziel. Dazu erwähnt er noch das Wort aus Römer 8,31: "Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?"
Dieses Wort wird nochmals durch das anschließende Chorlied "Bewahr' auf deinen Wegen" (CM 100) unterstrichen.
Bezirksapostel Michael Ehrich spricht im Folgenden seine Dankbarkeit und sein Wohlgefühl beim diesjährigen Jugendtag aus, die er als Gast bis dahin erlebt hat und stellt die Frage: "Wohin führt der Weg, den wir gehen?" Als junger Mensch habe er einmal ein Stammapostelwort gelesen, der überschrieben war mit "Lebensweg und Glaubensweg vereint in Gottes Hand legen". Befiehl dem Herrn deine Wege, sagt der Bezirksapostel. Wir sollen Jesus in unser Lebensschiff nehmen (Anlehnung an GB 191), denn das bedeutet Sicherheit - egal wie groß die Stürme oder wie hoch die Wellen auch sein mögen.
Bezirksapostel Brinkmann fügt zwischendurch hinzu, dass er ein großes Erlebnis in seiner Jugendzeit gehabt hat: Er schlug dreimal, unabhängig voneinander, in verschiedenen Gesangbüchern das Lied "Nimm Jesus in dein Lebensschiff" auf und hat es schließlich auch getan. Sein Appell an uns lautet: "Macht es auch - probiert es!" Der Chor singt "Herr, sei mir gnädig" (CM 135).
Schließlich dient noch ein zweiter niederländischer Gast mit. Apostel Peter Kleene habe sich als junger Mensch gefragt, ob der Glaubensweg seiner Eltern auch der richtige Weg für ihn sei. Im Laufe seines Lebens habe sich heraus gestellt, dass es der richtige ist. Er berichtet von einem Erlebnis seiner Jugendzeit. Es war die Zeit gekommen, dass er zur Armee sollte. Doch es fügte sich anders und er wurde ins Krankenhaus geschickt. Dort lag er mit vielen älteren Menschen auf einem Zimmer. Er erzählt von einem Mann, der damals immer für die Kranken sang. Dieser ging von Bett zu Bett. Dieser Mann sang immer fröhliche Lieder. Als er aber zum Apostel ans Bett kam, sang er das Lied "O in den Armen Jesu" (GB 293). Der Apostel fügt hinzu, dass er 25 Jahre später Apostel wurde!
Schlusssatz im Gottesdienst ist schließlich "Du sollst mit ungeteiltem Herzen beim Herrn bleiben!"
Es folgen die Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahles. Das Abendmahl für die Entschlafenen nehmen dieses Jahr 3 Priester entgegen, wobei ein junger Priester stellvertretend für das Leid vieler steht, da er vor kurzem seine noch junge Frau verloren hat. Dieser bewegende Moment klingt mit Violinentönen aus, genau wie der Gottesdienst nach abschließendem Gebet.
Eine Besonderheit zum Schluss: Wer den Gottesdienst aufmerksam verfolgte, konnte außerdem feststellen, dass ein lieber Glaubensbruder die Predigten für unsere gehörlosen Jugendlichen in die Gebärdensprache übersetzte. Vielen Dank auch dafür!
Der Bericht zur Nachmittagsveranstaltung folgt noch.
